Nähere Angaben, die den Ort der Aufnahme bzw. eventuelle Begleitumstände beschreiben, entnehmen Sie bitte der Seite "Lebensraum Stux".
Die Bestimmung von Insekten oder Spinnen nach Fotos ist schwer, manchmal unmöglich, da sich viele Arten etwa nur durch die Länge oder Farbe einzelner Fühlerglieder oder eine vorhandene oder fehlende, leichte, nur bei seitlicher Ansicht sichtbare Behaarung unterscheiden. Bei den Spinnen kommt erschwerend hinzu, daß sich einzelne Arten oft nur durch die Form und Größe der Genitalien unterscheiden, was man nur am toten Präparat unter dem Mikroskop sehen kann.
Familie Schneider (Phalangiidae)
Astrobunus laevipes
31. 01. 07 Astrobunus laevipes Weibchen (det. Axel Schönhofer) östlicher Teil des Stuxes, unter einem Stein in einem Weinberg
12. 02. 07 Astrobunus laevipes
17. 02. 07 Astrobunus laevipes
Astrobunus laevipes ist eine adriato-mediterrane Art, die in Deutschland nur an wenigen warmen Orten vorkommt und da auch noch recht selten ist. Hier am Stux ist sie unter Steinen regelmäßig zu finden, besonders ein Steinhaufen im Laub in unserem Garten hat es ihnen angetan.
Dicranopalpus ramosus
07. 09. 07 Dicranopalpus ramosus Männchen (det. Axel Steiner)
07. 09. 07 Dicranopalpus ramosus Männchen (det. Axel Steiner)
Dicranopalpus ramosus ist eine Art mit ungewöhnlich langen Beinen, die bis zu 6 mm groß werden kann. Die Männchen haben eine dunkle Augenbinde. In Deutschland ist diese Art sehr selten. Ursprünglich stammt das Tier aus Marokko. In Europa tauchte es zuerst Mitte des letzten Jahrhunderts auf: 1948 wurde es zuerst in Portugal nachgewiesen, gefolgt von Spanien 1965. Seitdem hat sich die Art weiter nördlich verbreitet und in 2004 Deutschland erreicht. Dabei folgt die Ausbreitung aber nicht dem typischen Muster (das Rheintal nordwärts, dann die Nebenflüsse etc.), sondern es gibt etwa 10 Orte in Deutschland verstreut, an denen die Art bisher nachgewiesen wurde; eine Häufung mit 4 Fundorten gibt es lediglich im Ruhrgebiet. Es wird vermutet, daß die Art in Deutschland eventuell über Zier- oder Nutzpflanzen aus Südeuropa eingeschleppt wurde. (Stand 2007)
Opilio sp., verm. canestrinii
26. 09. 06 Opilio sp., verm. canestrinii (det. Jürgen Peters)
24. 11. 06 Opilio sp., verm. canestrinii (det. Guido Gabriel) Fundort: Auf dem Stux, an Rotbuche
Nur nach dem Foto sind die einzelnen Opilio-Arten nicht zu unterscheiden. Opilio canestrinii, die aus Italien stammt (daher deutet auch das Synonym für den Artnamen "ravennae"), breitet sich seit einigen Jahrzehnten nach Norden aus und hat dort augenscheinlich viele andere, ähnliche Arten zwischenzeitlich verdrängt.
Phalangium opilio ist eine der häufigsten Weberknecht-Arten in Deutschland und besiedelt vorwiegend die offene Kulturlandschaft. Die Art wird bis zu 7 mm groß.
03. 02. 07 Platybunus sp., bucephalus oder pinetorum
Die beiden Platybunus-Arten sind nur schwer voneinander zu unterscheiden. Bislang habe ich sie ausschließlich im feucht-warmen Hähnerbachtal gefunden, stets an den Stämmen von Rotbuchen.
Brettkanker (Trogulus sp., evtl. nepaeformis)
12. 02. 07 Brettkanker (Trogulus sp., evtl. nepaeformis) Mittlere Weinberge, unter einem Stein
12. 02. 07 Brettkanker (Trogulus sp., evtl. nepaeformis) Mittlere Weinberge, unter einem Stein
12. 02. 07 Brettkanker (Trogulus sp., evtl. nepaeformis) Mittlere Weinberge, unter einem Stein
14. 03. 11 Brettkanker (Trogulus sp., evtl. nepaeformis) Mittlere Weinberge, unter einem Stein
14. 03. 11 Brettkanker (Trogulus sp., evtl. nepaeformis) Mittlere Weinberge, unter einem Stein
Der Brettkanker Trogulus nepaeformis wird etwa 1 cm groß, dieses Tier ist bislang ein Einzelfund. Seine bevorzugte Beute sind Gehäuseschnecken. Die Art zeichnet sich nicht gerade durch hektisches Verhalten aus. Die in Deutschland vorkommenden Trogulus-Arten T. nepaeformis, martensi oder closanicus lassen sich vom Bild her kaum unterscheiden.
Familie Sechsaugenspinnen (Dysderidae)
Dysdera cf. erythrina
11. 10. 11 Dysdera erythrina
20. 04. 06 Dysdera sp., verm. erythrina (det. Jürgen Peters) ca. 1 cm Fundort: aufgegebener Weinberg, unter Stein
03. 04. 09 Dysdera erythrina
18. 03. 09 Dysdera erythrina (det. Guido Gabriel) ca. 1 cm
18. 03. 09 Dysdera erythrina (det. Guido Gabriel) ca. 1 cm
03. 04. 09 Dysdera erythrina
Dsydera erythrina ist nur sehr schwer von der wesentlich selteneren D. crocota zu unterscheiden. Beide Arten leben unter Steinen, sind nachtaktiv und ernähren sich in erster Linie von Asseln.
Rote-Liste-Einordnung in Deutschland 3 (gefährdet) Die Bayrische Fischernetzspinne Segestria bavarica ist in Deutschland recht selten. Sie kommt fast ausschließlich entlang des Rheins sowie um Berlin herum in steinigen Biotopen vor und lebt bevorzugt in Mauerspalten. Die Weibchen können etwa 1,5 cm groß werden, die Männchen bleiben kleiner. Die obigen Exemplare habe ich an unserer Häuserwand fotografiert, wo sie Jagd auf Insekten machen, die dort vom Licht angelockt werden.
Familie Speispinnen (Scytodidae)
Speispinne (Scytodes thoracica)
26. 06. 07 Scytodes thoracica
24. 04. 06 Scytodes thoracica In einem aufgegebenen Weinberg, unter Stein
06. 04. 09 Scytodes thoracica In einem aufgegebenen Weinberg, unter Stein
23. 04. 09 Scytodes thoracica In einem aufgegebenen Weinberg, unter Stein
Die etwa 5 mm große Speispinne Scytodes thoracica ist in Deutschland selten, man trifft sie fast nur in Häusern an. Lediglich in Südeuropa oder in wärmsten Lagen in Deutschland - wie hier - trifft man sie in "freier Natur" unter Steinen an. Die Speispinnen - in Europa gibt es nur diese eine Art - haben ihren Namen von ihrer Beutefangmethode: sie pirschen sich an das Opfer an und "spucken" aus etwa 1 - 2 cm Entfernung ein Netz aus klebrigen Fäden über die Beute, das diese bewegungsunfähig macht. Anschließend wird die Beute ausgesaugt.
Familie Kugelspinnen (Theridiidae)
Enoplognatha ovata
02. 07. 04 Enoplognatha ovata
27. 07. 04 Enoplognatha ovata
03. 07. 04 Enoplognatha ovata
03. 07. 04 Enoplognatha ovata
05. 07. 04 Verm. Enoplognata ovata / latimanaca 8 mm (det. Jürgen Peters, Aloys Staudt) Von diesem ungewöhnlich gezeichneten Exemplar habe ich hier einige Exemplare gefunden, ausschließlich auf Farn.
Die etwa 5 mm groß werdende, in der Färbung äußerst variantenreiche Enoplognata ovata kommt auf den dem Stux vorgelagerten Wiesen ausgesprochen häufig vor.
Fettspinne (Steatoda bipunctata)
21. 04. 06 Fettspinne (Steatoda bipunctata)
21. 04. 06 Fettspinne (Steatoda bipunctata)
09. 04. 08 Fettspinne (Steatoda bipunctata)
Die recht häufige, bis zu 7 mm groß werdende Fettspinne Steatoda bipunctata lebt bei uns fast ausschließlich in oder in der Nähe von Häusern. Das obige Exemplar vom 21. 04. 06 stammt aus unserem Geräteschuppen.
Steatoda triangulosa
05. 07. 04 Steatoda triangulosa (det. Aloys Staudt) ca. 8 mm
Steatoda triangulosa ist hier nicht selten, was aber ungewöhnlich ist, da das wärmeliebende Tier fast nur im Maingebiet und dem Gebiet des Oberrheins vorkommt, und auch dort fast nur innerhalb menschlicher Behausungen. Weit verbreitet ist die Art in Südeuropa. Für das Messtischblatt 5409 ist sie eine Neuentdeckung.
Die Höhlenspinne Nesticus cellulans wird etwa 0,5 cm groß und kommt meist in feuchter, dunkler Umgebung vor, wie Höhlen, Keller etc. Hier findet man sie unter Geröll im Schatten von Bäumen. Dieses Exemplar ist bislang ein Einzelfund.
Familie Baldachinspinnen (Linyphiidae)
Drapetisca socialis
27. 11. 06 Drapetisca socialis (det. Benedikt, Jürgen Peters) Fundort: Auf dem Stux, an einem Rotbuchenstamm
27. 11. 06 Drapetisca socialis (det. Benedikt, Jürgen Peters) Fundort: Auf dem Stux, an einem Rotbuchenstamm
15. 01. 07 Drapetisca socialis Fundort: Auf dem Stux, an einem Rotbuchenstamm
Drapetisca socialis ist eine kleine Spinne von etwa 3 - 4 mm Körperlänge. Sie ist baumbewohnend, am Stux konnte ich sie bislang ausschließlich an der glatten Rinde von größeren Rotbuchenstämmen finden. Dort ist sie recht häufig; in Deutschland soll sie in geeigneten Biotopen - Wald - weit verbreitet sein. Die erwachsenen Tiere findet man im Herbst.
Lepthyphantes minutus
01. 03. 07 Lepthyphantes minutus
01. 03. 07 Lepthyphantes minutus
Lepthyphantes minutus ist eine kleine Spinne von knapp 0,5 cm Länge, die recht häufig an Bäumen vorkommt, aber auch an Wänden oder in alten Vogelnestern. Dieses Exemplar ist für hier bislang ein Einzelfund. Von anderen, ähnlichen Arten ist sie durch die gelb-braun geringelten Beine zu unterscheiden.
Linyphia triangularis
10. 08. 09 Linyphia triangularis (det. Roman Pargaetzki, Arno Grabolle)
10. 08. 09 Linyphia triangularis (det. Roman Pargaetzki, Arno Grabolle)
Die in vielen verschiedenen Biotopen vorkommende Baldachinspinne Linyphia triangularis, bie bis zu 7 mm lang wird, ist hier wie fast überall recht häufig. Am Stux ist sie meist auf Wiesen anzutreffen.
Stemonyphantes lineatus
20. 01. 07 Stemonyphantes lineatus (det. Jürgen Peters)
10. 03. 07 Stemonyphantes lineatus
Stemonyphantes lineatus ist in Mitteleuropa zwar weit verbreitet, jedoch nirgendwo häufig; dieses Tier ist bislang ein Einzelfund. Die Art wird gut einen halben Zentimerter lang. Man findet sie sowohl in lichten Wäldern als auch in Trockenrasen und Hecken.
Familie Streckerspinnen (Tetragnathidae)
Pachygnatha degeeri
30. 04. 11 Pachygnatha degeeri Weibchen (det. Thomas Rickfelder
30. 04. 11 Pachygnatha degeeri Weibchen (det. Thomas Rickfelder
Mit knapp 5 mm Körpergröße ist Pachygnatha degeeri die kleinste Art der Gattung Pachygnatha. Die Art ist in den unterschiedlichsten Biotopen recht häufig und kommt, im Gegensatz zu den anderen Arten der Gattung, auch in trockenen Gebieten vor.
Tetragnatha cf. montana
12. 05. 06 Tetragnatha cf. montana (det. Jürgen Peters)
Tetragnatha montana, die eine Länge von 1 cm erreicht, läßt sich äußerlich kaum von T. extensa unterscheiden. Beide Arten sind häufig in Deutschland zu finden, meist in der Nähe von Gewässern oder in Gebüschen.
Tetragnatha nigrita ist eine allgemein häufige Art von bis zu 1 cm Länge. Sie ist meist in der Nähe von Gewässern zu finden.
Tetragnatha obtusa
30. 05. 08 Tetragnatha obtusa Fundort: Auf dem Stux, an Gebüsch
30. 05. 08 Tetragnatha obtusa (det.Guido Gabriel) Fundort: Auf dem Stux, an Gebüsch
Tetragnatha obtusa erreicht eine Länge von bis zu 7 mm. Sie ist ein häufiger Bewohner von Misch- und Laubwäldern sowie anderer baumbestandener Areale (Obstanlagen etc.) In Ruhestellung sitzt sie langgestrecket an einem Ast, so daß sie wie eine Knospe aussieht.
Die Streckerspinne Tetragnatha pinicola ist in Deutschland nicht häufig, sie wird bis zu 6 mm lang.. Hier am Stux findet man sie meist auf niederen, sonnenbeschienenen Büschen, häufig Schlehe oder Ginster.
Familie Streckerspinnen (Tetragnathidae)
Metellima cf. mengei
03. 05. 08 Metellima mengei
18. 05. 09 Metellima mengei
Metellina mengei ist eine bei uns vereinzelt vorkommende, "frühe" Herbstspinne, die erwachsen von Mai - Juli zu finden ist. Sie wird etwa 0,5 cm lang. In der Färbung gleicht sie ihrerer größeren Verwandten, M. segmentata, die aber erst etwa ab Serptember erwachsen zu finden ist.
Metellina (Meta) segmentata
10. 08. 09 Metellina (Meta) segmentata
10. 08. 09 Metellina (Meta) segmentata
28. 09. 09 Metellina (Meta) segmentata
06. 10. 10 Metellina (Meta) segmentata
06. 10. 10 Metellina (Meta) segmentata
26. 09. 11 Metellina (Meta) segmentata
Metellina (Syn. Meta) segmentata ist hier wie fast überall eine recht häufige Herbstspinne, die bis zu 1 cm lang werden kann. Erwachsene Tiere findet man von August - September. Die Netze der Art sind hier meist auf den Wiesen zu finden.