07. 04. 09 Feld-Sandlaufkäfer (Cicindela campestris) Aufnahmeort: Auf dem Stux
07. 04. 09 Feld-Sandlaufkäfer (Cicindela campestris) Aufnahmeort: Auf dem Stux
Der bis zu 1,5 cm groß werdende Käfer steht unter Naturschutz, er ist eine stark rückläufige Art, die am Stux nur vereinzelt auftritt. Er fliegt von April - September und ernährt sich, ebenso wie die Larven, räuberisch von anderen Insekten, Spinnen etc. Die Tiere sind äußerst flink und fliegen schnell auf und sind daher nur schwer zu fotografieren.
Abax paralellepipedus, der ca. 2 cm groß wird, lebt besonders in Buchenwäldern. Sowohl der Käfer als auch die Larven leben räuberisch von Insekten und Schnecken.
Amara aenaea
12. 04. 10 Amara aenaea (conf. Boris Büche)
12. 04. 10 Amara aenaea (conf. Boris Büche)
Amara aenea, der Erz-Kanalkäfer oder Erzfarbige Kamelläufer, ist ein kleiner Laufkäfer von max. 8 mm Länge, der in ganz Deutschland häufig zu finden ist. Er ernährt sich sowohl räuberisch als auch von pflanzlicher Nahrung und überwintert als Käfer. Die Larve lebt räuberisch.
Kamelläufer (Amara ovata)
15. 04. 06 Kamelläufer Amara ovata (det. Klaas Reißmann, Oliver Nolte, Ringo Dietze) ca. 1 cm
Der Kamelläufer Amara ovata wird etwa 1 cm groß. Er ist ein tagaktiver Räuber.
Anisodactylus binotatus
28. 04. 10 Anisodactylus binotatus (det. Stefan Rehfeldt, Thomas Götz)
Anisodactylus binotatus wird gut 1 cm lang und ist hier unter Steinen und am Tage jagend recht häufig anzutreffen. Von dem ähnlichen, aber deutlich selteneren Anisodactylus nemorivagus ist er nur durch die Anordnung der Borsten auf den Flügeldecken zu unterscheiden. Das klingt nicht nur kompliziert, sonder ist es auch.
Lederlaufkäfer (Carabus coriaceus)
03. 02. 07 Carabus sp., problematicus oder coriaceus Larve, 4 cm (det. Denis Keith, Christoph Benisch) Fundort: unter einem Stein, Wiese vor dem Stux
03. 02. 07 Carabus sp., problematicus oder coriaceus Larve, 4 cm (det. Denis Keith, Christoph Benisch) Fundort: unter einem Stein, Wiese vor dem Stux
31. 05. 08 Lederlaufkäfer (Carabus coriaceus)
31. 05. 08 Lederlaufkäfer (Carabus coriaceus)
22. 08. 08 Lederlaufkäfer (Carabus coriaceus)
Die obige Larve und der Käfer sind hier vereinzelt zu finden; die genaue Artzuordnung der Larve ist nicht möglich, da ich mal wieder aus der verkehrten Perspektive fotografiert habe. Carabus coriaceus, der Lederlaufkäfer, der mit gut 4 cm einer unserer größten Käfer ist, war früher hier recht häufig, oft habe ich Exemplare im Keller gefunden. Aber seit vielen Jahren schien er verschwunden, bis die obigen Exemplare auftauchten. Er lebt räuberisch und soll bis zu 3 Jahre alt werden. Wie alle Laufkäfer steht er unter Naturschutz.
Hain-Laufkäfer (Carabus nemoralis)
19. 03. 10 Hain-Laufkäfer (Carabus nemoralis) (conf. Boris Büche)
19. 03. 10 Hain-Laufkäfer (Carabus nemoralis) (conf. Boris Büche)
19. 03. 10 Hain-Laufkäfer (Carabus nemoralis) (conf. Boris Büche)
13. 03. 11 Hain-Laufkäfer (Carabus nemoralis)
13. 03. 11 Hain-Laufkäfer (Carabus nemoralis)
13. 03. 11 Hain-Laufkäfer (Carabus nemoralis)
Der Hain-Laufkäfer Carabus nemoralis wird etwa 3 cm groß.Er ist ein tag- und nachtaktiver Jäöger, der von Raupen lebt und als wichtiger Schädlingsvernichter gilt. Hier ist er nur vereinzelt zu finden.
Carabus problematicus
26. 04. 10 Carabus problematicus (conf. Thomas Götz)
26. 04. 10 Carabus problematicus (conf. Thomas Götz)
26. 04. 10 Carabus problematicus (conf. Thomas Götz)
Carabus problematicus, der Blauviolette Wald-Laufkäfer oder Kleine Kettenlaufkäfer, erreicht eine Länge von 2 – 3 cm und ist ein Bewohner trockener, bewaldeter Biotope. Er ist ein Nachtjäger, den Tag verbringt er meist unter Steinen, Rinde oder Baumstubben; als Nahrung dienen Schnecken, Würmer und Insekten.
Diachromus germanus
27. 03. 08 Diachromus germanus Fundort: aufgegebener Weinberg, unter einem Stein
27. 03. 08 Diachromus germanus (det. Petr Zabransky) Fundort: aufgegebener Weinberg, unter einem Stein
31. 03. 08 Diachromus germanus Fundort: aufgegebener Weinberg, unter einem Stein
28. 04. 09 Diachromus germanus
28. 04. 09 Diachromus germanus
Der etwa 1 cm groß werdende Laufkäfer Diachromus germanus ist eigentlich eine mediterrane Art, deren Vorkommen in Deutschland auf Wärmeinseln beschränkt war. Etwa seit Beginn der 80-er Jahre breitet er sich aber nach Norden aus und ist in vielen Gebieten heute recht häufig anzutreffen. Die oben abgebildeten Exemplare fand ich unter einem Stein, unter dem sich eine regelrechte Kolonie von etwa 20 Exemplaren befand.
Harpalus affinis
01. 03. 09 Harpalus affinis (det. Klaas Reißmann)
03. 03. 09 Harpalus affinis (det. Klaas Reißmann)
03. 03. 09 Harpalus affinis (det. Klaas Reißmann)
Der wärmeliebende Harpalus affinis erreicht eine Länge von etwa 1 cm. Der Käfer, der überwintert und sich sowohl räuberisch als auch von Pflanzensamen ernährt und tag- als auch nachtaktiv ist, ist hier eine der häufigsten Laufkäferarten.
Harpalus sp., verm. distinguendus
17. 10. 08 Harpalus sp., verm. distinguendus (det. Thomas Götz)
17. 10. 08 Harpalus sp., verm. distinguendus (det. Thomas Götz)
17. 10. 08 Harpalus sp., verm. distinguendus (det. Thomas Götz)
Harpalus distinguendus wird etwa 1 cm lang und ist überall häufig anzutreffen. Der Käfer lebt sowohl von tierischer Nahrung als auch von Pflanzensamen.
Harpalus rufipes
03. 05. 09 Harpalus rufipes (conf. Boris Büche)
20. 04. 10 Harpalus rufipes (conf. Stefan Rehfeldt, Thomas Götz)
20. 04. 10 Harpalus rufipes (conf. Stefan Rehfeldt, Thomas Götz)
Der Behaarte Schnellläufer Harpalus rufipes wird bis zu 16 mm lang und ist in Deutschland meist überall häufig anzutreffen. Wie alle Harpalus-Arten lebt er sowohl von tierischer Nahrung als auch von Pflanzensamen. Die räuberisch lebende Larve überwintert.
Molops elatus
04. 04. 09 Molops elatus (det. Klaas Reißmann)
04. 04. 09 Molops elatus (det. Klaas Reißmann)
04. 04. 09 Molops elatus (det. Klaas Reißmann)
Molops elatus wird knapp 2 cm groß und ist hier vereinzelt zu finden, meist unter Steinen. Sowohl der Käfer als auch seine Larven leben räuberisch.
Nebria brevicollis
08. 04. 10 Nebria brevicollis (det. Dr. Thomas Götz) Fundort: Waldrand auf dem Stux, unter Stein
08. 04. 10 Nebria brevicollis (det. Dr. Thomas Götz) Fundort: Waldrand auf dem Stux, unter Stein
Während alle anderen der 19 in Mitteleuropa vorkommenden Nebria-Arten an Gewässer gebunden sind, ist Nebria brevicollis eine Waldart, die gut 1 cm lang werden kann.. In geeigneten Biotopen ist sie nicht selten; als Nahrung dienen Insekten und andere Kleinlebewesen.
Platynus dorsalis
09. 04. 05 Platynus dorsalis
Platynus dorsalis wird knapp 1 cm groß und ist hier am Stux unter Steinen recht häufig anzutreffen.
Der Gemeine Furchenschwimmer Acilius sulcatus wird knapp 2 cm lang und ist ein häufiger Bewohner stehender oder langsam fließender Gewässer, der aber auch gut fliegen kann. Sowohl er als auch seine Larven leben räuberisch von Wasserlebewesen wie Kaulquappen, Molchlarven u. a. Dieses Tier ist bislang ein Einzelfund.
Die Rothalsige Silphe Oiceoptoma thoracicum kann knapp 2 cm lang werden und ist eine allgemein häufige Art. Käfer und Larven leben an Kadavern, Säugetierkot und faulenden Pflanzen; oft kann man sie auf Stinkmorcheln beobachten.
Schwarzer Schneckenjäger (Phosphuga atrata)
27. 03. 09 Schwarzer Schneckenjäger (Phosphuga atrata) Fundort westlicher Weinberg, unter einem Stein
20. 03. 09 Schwarzer Schneckenjäger (Phosphuga atrata) Fundort westlicher Weinberg, unter einem Stein
12. 05. 08 Schwarzer Schneckenjäger (Phosphuga atrata) (det. Thomas Wolsch)
Der Schwarze Schneckenjäger Phosphuga atrata wird etwa 1,5 cm groß, sowohl der Käfer als auch die Larven leben in erster Linie von Gehäuseschnecken. Das allgemein nicht unbedingt seltene Tier ist hier nur vereinzelt zu finden. Manche Exemplare sind lehmverschmiert. Nach eigener Beobachtung überwintern die Käfer unter der Rinde abgestorbener Bäume.
Der Ufer-Totengräber, Necrodes littoralis, wird etwa 2 cm lang. Insgesamt ist er nicht häufig und wohl stark rückläufig, und auch hier ist er nur vereinzelt anzutreffen. Der Käfer und die Larven leben von größeren Säugetierkadavern.
Schwarzer Totengräber (Necrophorus humator)
21. 04. 06 Schwarzer Totengräber (Necrophorus humator) (conf. Klaas Reißmann) ca. 25 mm
12. 10. 06 Schwarzer Totengräber (Necrophorus humator) (conf. Gerhard Katschak) ca. 20 mm
Der bis knapp 3 cm groß werdende Schwarze Totengräber Necrophorus humator kommt hier am Stux vereinzelt vor. Der Käfer betreibt Brutpflege: sie graben Tierkadaver ein und legen in der Nähe Gänge an, in die die Eier gelegt werden. Die schlüpfenden Larven werden dann vom Weibchen gefüttert, bis sie sich im Boden verpuppen.
In der forensischen Entomologie (der Teil der Gerichtsmedizin, der sich mit Insekten beschäftigt), spielt diese Art eine wichtige Rolle bei der Altersbestimmung von Leichen.
Xylodrepa quadripunctata
12. 05. 10 Xylodrepa quadripunctata (det. Ringo Dietze) Fundort: Auf dem Stux
12. 05. 10 Xylodrepa quadripunctata (det. Ringo Dietze) Fundort: Auf dem Stux
12. 05. 10 Xylodrepa quadripunctata (det. Ringo Dietze) Fundort: Auf dem Stux
18. 05. 10 Xylodrepa quadripunctata Fundort: Auf dem Stux
18. 05. 10 Xylodrepa quadripunctata Fundort: Auf dem Stux
18. 05. 10 Xylodrepa quadripunctata Fundort: Auf dem Stux
Xylodrepa quadripunctata, der Vierpunkt-Raupenjäger, ist eine nicht häufige Art, die bis zu 1,5 cm lang wird. Im Gegensatz zu anderen Aaskäfern, die am Boden leben, klettert die Art in Stauden und Gebüsch herum und lebt von Raupen. Sie ist einer der Feinde des Eichen-Prozessionsspinners und dadurch sehr nützlich. Auf den obigen Bildern wird gerade eine Raupe verzehrt.
Familie Kurzflügler (Staphylinidae)
Ocypus melanarius
15. 04. 06 Ocypus melanarius (det. Frank Köhler) ca. 3 cm Gefunden unter Steinen in einem aufgegebenen, zugewachsenen Weinberg.
Ocypus melanurius ist hier bislang ein Einzelfund. Der Käfer lebt räuberisch und verstecken sich tagsüber unter Steinen, Holz etc.
Ocypus nitens
02. 04. 10 Ocypus nitens (det. Harald Schillhammer)
02. 04. 10 Ocypus nitens (det. Harald Schillhammer)
02. 04. 10 Ocypus nitens (det. Harald Schillhammer)
16. 04. 10 Ocypus nitens (conf. Frank Köhler)
16. 04. 10 Ocypus nitens (conf. Frank Köhler)
16. 04. 10 Ocypus nitens (conf. Frank Köhler)
Der Raubkäfer Ocypus nitens (früher O. nero bzw. similis) wird bis zu 2 cm lang. Wie die anderen Ocypus-Arten auch ernährt er sich räuberisch. Die allgemein nicht seltene Art ist hier nur vereinzelt anzutreffen.
Ocypus sp.
14. 05. 09 Ocypus sp. (conf. Klaas Reißmann, Petr Zabransky)
14. 05. 09 Ocypus sp. (conf. Klaas Reißmann, Petr Zabransky)
Bei dem Raubkäfer handelt es sich entweder um Ocypus olens oder den selteneren O. tenebricosus (Tendenz zum Letzteren); theoretisch käme auch noch eine dritte Art in Frage. beide Arten werden gut 3 cm lang. Der Käfer kommt hier an meiner Schmetterlingsleuchtstelle vereinzelt vor, in der Natur findet man ihn meist unter Holz oder Steinen. Er ernährt sich räuberisch von Insekten, deren Larven und anderen Kleintieren.
Platydracus stercorarius
03. 08. 09 Platydracus stercorarius (det. Boris Büche)
03. 08. 09 Platydracus stercorarius (det. Boris Büche)
Platydracus stercorarius ist allgemein nicht selten, hier jedoch bislang ein Einzelfund. Er wird bis 1,5 cm lang und lebt sowohl im Wald als auch in Offenlandbiotopen; seine Nahrung bilden Insekten.
Rote-Liste-Einordnung in NRW 2 (stark gefährdet) Der bis zu 3 cm groß werdende Balkenschröter Dorcus parallelopipedus kommt hier am Stux nur vereinzelt vor. Insgesamt geht die Art durch die Einengung ihres Lebensraumes, d. h. die "forstgerechte" Gestaltung von Wäldern, zurück. Die Larven machen eine mehrjährige Entwicklung in morschen Eichen- oder Buchenstubben durch.
Kleiner Rehschröter (Platycerus caraboides)
05. 05. 08 Kleiner Rehschröter (Platycerus caraboides) (conf. Thomas H.)
Rote-Liste-Einordnung in NRW G (= gefährdet) Der Kleine Rehschröter Platycerus caraboides ist eine recht seltene Art, die in vielen Bundesländern auf der Roten Liste steht; dieses Exemplar ist bislang ein Einzelfund. Der Käfer wird gut 1 cm lang und lebt in bzw. in der Nähe von Laubwäldern. Die Larven entwickeln sich in morschem Laubholz.
Sinodendron cylindricum
01. 03. 10 Sinodendron cylindricum (conf. Harald Schillhammer)
01. 03. 10 Sinodendron cylindricum (conf. Harald Schillhammer)
01. 03. 10 Sinodendron cylindricum (conf. Harald Schillhammer)
01. 03. 10 Sinodendron cylindricum (conf. Harald Schillhammer)
01. 03. 10 Sinodendron cylindricum (conf. Harald Schillhammer)
01. 03. 10 Sinodendron cylindricum (conf. Harald Schillhammer)
Rote-Liste-Einordnung in Deutschland 3 (gefährdet), in NRW 2 (stark gefährdet), in RPf nicht geführt. Sinodendron cylindricum, der Kopfhornschröter oder Baumschröter, wird etwa 1,5 cm lang und ist eine allgemein recht seltene Art. Die Larven machen eine 3-jährige Entwicklung in vermodernden Buchenstämmen durch, seltener in anderen Laubbäumen; die obigen Tiere fand ich aber noch in der Überwinterungslage in einem fast völlig vermodertem Stamm eines Apfelbaumes.